Ohne abgeschlossene Berufsausbildung ist nur jeder Zweite erwerbstätig

Unter den Erwerbstätigen sind gering qualifizierte Frauen häufiger als Männer

Im Jahresdurchschnitt 2007 waren in Hessen 620 000 Personen im Alter von 25— bis unter 65 Jahren und damit jeder Fünfte dieser Altersgruppe ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Darunter befinden sich auch Personen, deren Ausbildung, beispielsweise ein Studium, noch andauert. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, übte von den Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung nur jeder Zweite eine Erwerbstätigkeit aus. Dagegen waren Personen mit einer Lehr- oder Anlernausbildung in drei von vier Fällen erwerbstätig. Noch höher lag der Anteil der Erwerbstätigen unter den Absolventen einer Meister- oder Technikerausbildung oder eines Fach- bzw. Hochschulstudiums: Hier waren sechs von sieben Personen erwerbstätig. Ein höheres Ausbildungsniveau steigert also die Aussicht auf eine Erwerbstätigkeit.

Unter den Erwerbstätigen sind gering qualifizierte Frauen häufiger als Männer. So konnte mehr als jede siebte erwerbstätige Frau keine formale berufliche Qualifikation vorweisen, während dies auf weniger als jeden achten erwerbstätigen Mann zutraf. Bei Erwerbslosen zeigt sich dementsprechend ein umgekehrtes Bild: Erwerbslose Männer sind mit 36 Prozent häufiger ohne berufliche Bildung als Frauen mit 33 Prozent.

Zur Erwerbstätigkeit zählen auch Teilzeitbeschäftigung sowie geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, www.statistik-hessen.de;
Pressemeldung 225/2008 vom 30.10.2008

veröffentlicht am 31. Oktober 2008 um 15:23
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