14 Prozent mehr Frauen erwerbstätig als vor zehn Jahren
Internationaler Frauentag am 8. März 2010
Im Jahresdurchschnitt 2008 waren in Hessen 1,3 Millionen Frauen erwerbstätig, das sind 14 Prozent mehr als 1998. Wie das Hessische Statistische Landesamt aus den Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, stieg die Zahl der erwerbstätigen Männer in diesem Zeitraum lediglich um zwei Prozent. Trotz des deutlich stärkeren Anstiegs der Erwerbstätigkeit bei den Frauen ist deren Erwerbsbeteiligung nach wie vor geringer als bei den Männern. Der Anteil der erwerbstätigen Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren (Erwerbstätigenquote) wuchs zwar innerhalb von zehn Jahren von 56 auf 64 Prozent, jene der Männer lag jedoch mit 76 Prozent im Jahr 2008 (1998: 73 Prozent) deutlich darüber.
Während die Erwerbstätigenquote der Frauen unter 35 Jahren infolge der zunehmend längeren Ausbildungsphase kaum zunahm, lagen die Anteile in den Altersgruppen über 35 Jahren im Jahr 2008 deutlich über denen von 1998. Hier stiegen die Erwerbstätigenquoten zwischen acht und 16 Prozentpunkten, am stärksten bei den 55— bis unter 60-jährigen Frauen.
Mit einem Anteil von knapp 49 Prozent arbeitete die Hälfte der im Berufsleben stehenden Frauen im Jahr 2008 im Allgemeinen weniger als 32 Stunden in der Woche. Die durchschnittliche Arbeitszeit der erwerbstätigen Frauen wird stark von vorhandenen Kindern und deren Alter beeinflusst. Von den berufstätigen Müttern arbeitete knapp die Hälfte halbtags (bis 20 Wochenstunden), weitere rund 28 Prozent zwischen 21 und 35 Stunden pro Woche und gut ein Viertel ganztags. Demgegenüber arbeiteten von den erwerbstätigen Frauen ohne Kind lediglich ein Fünftel halbtags, 17 Prozent zwischen 21 und 35 Wochenstunden und 63 Prozent ganztags.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Pressemeldung vom 05. März 2010; www.statistik-hessen.de